Am 24.07.2010 war es so weit! Ich sollte endlich mal einen richtigen Hangflugtag auf der Wasserkuppe verbringen!
Hierzu kam es, weil mich mein Freund Alex gefragt hat, mitzukommen. Erst war ich von den 200km abgeschreckt und die Tatsache, dass an diesem Samstag schlechtes Wetter gemeldet wurde.
Doch die genaue Wetteranalyse am Freitag Abend ergab: Es wird trocken bleiben! Zu Beginn noch aufliegende Bewölkung und später dann Auflockerungen. Temperaturen um die 15-20°C und Wind um die 20-30km/h. Ideales Hangflugwetter also eigentlich…
Am Samstag Morgen um 06:00Uhr ging der Wecker und ich wurde zusätzlich vom Regen auf den Dachfenstern wach… Oh man super! Sch… Wetter! Aber dennoch! Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Also alle Flieger eingepackt und um 07:00Uhr losgefahren. Mit jedem km gegen Norden wurde das Wetter besser und kurz vor der Wasserkuppe versorgte ich mich noch mit einer Tagesration Brötchen, Kekse und Eistee – Fliegen macht hungrig!
Der dazu gekaufte Kaffee war eine gute Investition, denn oben auf 900m an der Wasserkuppe angekommen war es mit 12°C noch arg frisch.
Kaum geparkt, trudelten auch schon die beiden anderen Wagen aus dem Norden ein! Alex, sein Bruder Olaf und ein guter Freund Markus stiegen mit freudigen Gesichtern aus! Die Autos waren alle voll gepackt mit fliegendem Material. Alex war doch überrascht wie kühl es doch war, ließ sich jedoch nichts anmerken.
Jetzt die Frage: wo können wir endlich in die Luft, obwohl die Wolken noch in Greifhöhe über unsere Köpfe wehten.
Die Information gab uns nähere Anweisungen und wir fuhren dank Sondererlaubnis hinaus auf den Modellfliegerparkplatz ca. 300m vor dem Hang. Der Flugleiter nahm von jedem 5,-€ ab als Tagesgebühr, nur ich konnte durch meine DMFV-Mitgliedschaft 50 Cent sparen! Ich wusste doch es wird sich auszahlen!
Nach einer ersten kurzen Besichtigung war klar: Das wird heute eine riesige Laune machen! Also zurück an die Autos und Aufrüsten!
Mit Fliegern unter den Armen und Taschen bewaffnet suchten wir uns einen schönen Platz im Windschatten und schon gingen die ersten Modelle in die Luft.
Wir sahen sofort, der Hang ist genial und wird so ziemlich alles tragen, was man hier herunterwerfen würde.
Doch die anwesenden Combat Piloten und einige andere Heizer, entschloss ich mich nur den Wildhawk und den Nuri XXS einzusetzen. Die anderen nutzten ihre Flugzeuge und es machte allen eine riesen Gaudi! Und nach einigen kleinen Regenschauern klärte es endlich auf und neben genialem Wind kam noch Thermik hinzu und es konnten beachtliche Höhen erreicht werden. Doch am meisten machte das Hangschrubben spass… Tiefes und schnelles Fliegen direkt über der Grasnabe… Genial!
Dann passierte es: Ich flog einen Kreis am Hang und da kam er aus dem Nichts: Ein anderer Hotliner krachte in meinen Wildhawk! Der andere trudelte weiter unten in den Hang und mein Hawk kam in Einzelteilen herunter. Ich sah mich schon den Sekundenkleber zücken oder den Mülltonnendeckel heben.
Doch eine erste Analyse zeigte: Keinerlei Schäden und nur leichte Dellen! Ich liebe Elapor!
Also zusammengesteckt und weiter ging es in den Wind.
Der Nuri XXS behauptete sich überraschend gut gegen den Wind und machte eine herrliche Figur am Hang. Wendig und schnell genug ging er seine Bahnen.
Dann nutzte ich mein Eagle Tree Seagull Telemetriesystem um einige Daten aufzuzeichnen. Neben GPS auch die Höhe und Ströme.
Als der Tag um 19:00Uhr mit unserem Einpacken endete, waren sich alle sicher: Hier müssen wir wieder hin!!!
Als Abschluss besuchten wir das Restaurant auf dem Gipfel und bei einigen Bier und Steaks ließen wir die Erlebnisse noch mal revue passieren, bevor es wieder auf die Autobahn und nach Hause ging.
Fazit: Kein Bruch, viele Flugstunden und Erfahrungen mehr – Grenzenloser Flugspass!
Hier zwei Panoramen, die an dem Tag entstanden sind:

Nordhang Wasserkuppe – 1
Nordhang Wasserkuppe – 2
Und hier zur Bildergalerie: